,

Viel vorgenommen…

hatten wir uns für das Jahr 2014! Eine besondere Herausforderung sollte die Heinz-Erhardt-Show werden, für die 10 bis 12 Lieder einstudiert werden mussten, die wir noch nie vorher gesungen hatten. Entsprechend intensiv begannen die Vorbereitungen. Im März fanden wir uns zu einem zweitägigen Seminar in Echem zusammen, um uns intensiv auf diese Aufgabe vorzubereiten. Im September wurde dann noch ein Eintages-Seminar als Intensiv-Vorbereitung auf das Konzert abgehalten.

Gleichzeitig probten wir für eine neue Aufführungsform, die wir im Sommer in Lüneburg einführen wollten: Wandelkonzerte. Die Idee dahinter: Das Konzert findet nicht in einem bestimmten Raum statt, sondern der Chor „erwandert“ zusammen mit seinem Publikum einen Ort, singt an verschiedenen Stellen und singt auch zusammen mit seinem Publikum. Die Lieder für dieses Konzert waren uns als Volkslieder zum großen Teil wohlbekannt, einige davon allerdings in einem etwas anderen Gewand.

Um diese anspruchsvollen Ziele erreichen zu können, wurde die Probenarbeit intensiviert; die Probenabende begannen fast das ganze Jahr hindurch schon eine halbe Stunde früher, um 19:30 Uhr.

Am 26. April traten wir bei der Haus- und Gartenmesse im Friede-Bauzentrum auf. Leider standen wir angesichts des vorherrschenden Rummels doch etwas auf verlorenem Posten, da die uns zugesagte technische Ausrüstung nicht verfügbar war.

Am 25. Mai fand unsere Frühlingsfahrt statt. Abweichend vom bisherigen Konzept fanden wir uns nicht zu einer Busreise zusammen, sondern trafen uns in Lauenburg, um an Bord des historischen Raddampfers „Kaiser Wilhelm“ von Lauenburg nach Bleckede zu schippern. Dort erwartete uns im Brauhaus ein exquisites Grillbuffet. Wirt und Gäste des Brauhauses erfreuten wir mit einigen Liedern, bei denen unser Ehrenchorleiter Egon Kretzer das Dirigat übernahm.

Der 4. Juli sah uns dann in Bad Bevensen am Kurhaus. Unter dem Motto „Auf in den Urlaub“ veranstalteten wir dort ein Konzert unter erschwerten Bedingungen: Zum einen war es an diesem Tag außerordentlich heiß, zum anderen fand das Konzert in einem Zeltbau statt, da das Kurhaus sich im Umbau befand. Das Publikum freute sich über eine gelungene Mischung aus Neuem und Bekanntem sowie über Mitsing-Gelegenheiten. Neben Liedern von ABBA und den Klostertalern hatten wir traditionelle Volkslieder im Programm sowie drei Silcher-Chorstücke und die „Lüneburger Heide“.

Das Programm für Bad Bevensen war auch die Grundlage für die beiden kurz danach folgenden Wandelkonzerte. Guten Anklang bei Publikum und Presse fand unser erstes Konzert im Kloster Lüne, das wir mit unserem Publikum singend erwanderten. Es zeigte sich, dass unser Publikum sich gerne zum Mitsingen aktivieren lässt, allerdings hätte es durchaus zahlreicher sein dürfen. Die zweite Auflage des Wandelkonzerts, dieses Mal auf dem Gelände der Psychiatrischen Klinik, fiel dagegen regelrecht ins Wasser. Heftige Gewittergüsse sorgten wohl dafür, dass nur eine Handvoll Besucher den Weg zu uns fand. Wir fanden einen Ausweg und gaben für diese Unentwegten ein verkürztes Gratiskonzert.

Am 26. Juli hatte sich das Wetter dann wieder soweit beruhigt, dass wir einen schönen Grillnachmittag in der Kleingartenkolonie „Krähensaal“ genießen konnten, wobei wir entdeckten, dass wir zum Grillen auch „chorleiterfrei“ singen können.

Die Herrentour vom 5. bis 7. September nach Berlin beinhaltete einen besonderen Programm­punkt: Am 6.9. begrüßten wir auf Einladung des Bundespräsidialamts gut eine Stunde lang die Besucher des Bürgerfests des Bundespräsidenten mit Chorgesang. Eine „Künstlerband“ waren wir – und durften anschließend, mit einem „Künstler“-Schild dekoriert, im Schloss Bellevue und drumherum umher­schlendern. Auch die weiteren Programmpunkte der Tour waren interessant und spannend: die
„ewige Baustelle“ Flughafen BER, das Kabarett „Die Distel“ und die Fahrt über den Wannsee, nicht zu vergessen die unprogrammgemäße Zerlegung unseres Reisebusses in mehreren Etappen durch den Busfahrer.

Am 1. Oktober findet alljährlich der „Tag der Stiftungen“ statt, der uns bisher nicht berührte. Dieses Jahr jedoch hatte uns die Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung in Herdecke/Ruhr zu einem Liedervortrag eingeladen. Anlass hierfür war, dass die Stiftung über unseren Chorleiter, der dem musikalischen Beirat der Stiftung angehört, Männerchöre dadurch unterstützt, dass sie die Erstellung neuer Chorliteratur finanziert. Wir trugen zwei von der Stiftung geförderte Lieder vor, zudem Heinz Erhardts „Gänseblümchen“ und als Gruß „Auf der Lüneburger Heide“. Unser Auftritt kam so gut an, dass wir unmittelbar eine Einladung für einen Auftritt 2016 erhielten.

Auch das Radio wurde in diesem Jahr auf unseren Chor aufmerksam. Am 19. November wurde der Lüneburger Silcher-Chor in der Reihe „Chor der Woche“ im Deutschlandradio Kultur vorgestellt, als ein Chor, der Tradition und Moderne kombiniert und dabei neue musikalische Pfade geht, ohne die alten Wege zu verlassen.

Nicht vergessen werden sollen hier unsere Auftritte bei zwei 60er Geburtstagen, für die wir jeweils ein auf den betreffenden Jubilar umgetextetes Heinz-Erhardt-Lied einstudierten. Und damit kommen wir zum Höhepunkt des Chorjahrs 2014.

Am 18. Oktober fand im Kulturforum Wienebütttel unser Heinz-Erhardt-Abend statt. Die Kosten waren dieses Mal deutlich höher als bei vorherigen Konzerten, und so war es schon eine Frage, ob die Veranstaltung auch wirtschaftlich ein Erfolg werden würde. Aber alle Bedenken waren mit Beginn des Konzerts wie weggeblasen; das Kulturforum war bis auf den letzten Platz besetzt. Und auch künstlerisch war dieses Konzert ein Erfolg. Das Publikum nahm die für Männerchor arrangierten Lieder von Heinz Erhardt, wie die gesamte Veranstaltung, begeistert auf und entließ uns erst nach der dritten Zugabe. Was sich auch hier zeigte: das Publikum liebt es, einbezogen zu werden, und es begeistert sich an „bewegten Bildern“ auf der Bühne. Unser Gast Stefan Keim überzeugte in der Rolle des Heinz Erhardt mit Gedichten, Kalauern und Späßen, und so konnten wir am Ende des Konzerts konstatieren: ein Erfolg auf der ganzen Linie!

Am 1. November hatten wir dann Besuch: die Chorgemeinschaft „Weserlust“ aus Wahmbeck machte einen Ausflug nach Lüneburg. Wir hatten den Gewölbekeller im „Mälzer“ reserviert, und dort trafen sich dann die Lüneburg-Besucher mit lediglich einem Teil des Chors , denn da der Besuchstermin verändert worden war, konnten nicht alle Sänger diesen Termin wahrnehmen. Es gab dennoch ein fröhliches Beisammensein mit viel Gesang, sowie eine Einladung an den Chor zu einem Gegenbesuch.

Unsere Weihnachtsfeier fand in gewohnter Umgebung statt und in bewährter Weise, mit Grünkohl, reichlich Wurst und Fleisch, und natürlich mit Advents- und Weihnachtsliedern, und leitete so gewissermaßen über zum Abschluss des Jahres, zu unserer Veranstaltung „Mit dem Silcher-Chor in die Weihnachtszeit“ am Vorabend des 4. Advent in der Lüneburger Paulus-Kirche. Diese Veranstaltung führten wir damit zum zweiten Mal durch. Die Kirche war recht gut gefüllt, mit äußerst zufriedenen Besuchern. Hier füllen wir offensichtlich eine Lücke in den doch recht zahlreichen Veranstaltungen der Vorweihnachtszeit. Nicht vergessen wollen wir das Singen beim Blindenverband eine Woche vorher, wo wir eine Auswahl aus dem weihnachtlichen Programm zur großen Freude der Anwesenden vortrugen.

Unserem Chorleiter Winfried Fechner sei an dieser Stelle noch einmal herzlich dafür gedankt, dass er den Chor so stark fordert und fördert und uns dabei zu derart vielen Erfolgserlebnissen verhilft.