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Und jetzt proben sie wieder….

 

Eifrig ist der Lüneburger Silcher-Chor dabei, das Konzertprogramm für 2019 einzustudieren. Die Liedauswahl reicht dabei von getragen bis flott, von traditionell bis modern, Shantys finden sich ebenso wie Opernmelodien, und vertreten sind Melodien aus unterschiedlichen Ländern und Regionen. Also: ein abwechslungsreiches Programm, das unter dem Titel „Die Ilmenauten“ auf die Bühne kommen wird, und zwar am 27. April 2019 in der Musikschule Lüneburg, sowie am 23. Juni 2019 in der Heinrich-Osterwold-Halle in Lauenburg. Dieses Mal müssen jedoch nicht nur die Lieder einstudiert werden, sondern auch der Ablauf der Veranstaltung soll vom Chor gestaltet werden – eine ganz neue Herausforderung! So viel sei schon verraten: die Sache hat irgendwie mit einem Ostsee-Törn zu tun.

Lassen Sie sich überraschen – und lassen Sie sich „Die Ilmenauten“ nicht entgehen!

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Lüneburger Erklärung der Vielen

Die „Erklärung der Vielen“, die landauf, landab von Kulturschaffenden in regionalen Erklärungen bekannt gemacht wird, ist ein Appell für die Freiheit von Kunst und Kultur. Wir erleben heute, dass dieses Grundrecht durch rechte Populisten in Frage gestellt wird. Diese versuchen festzulegen, was denn im Rahmen der Kunst zulässig sein sollte und was nicht. Solche Zeiten der Abhängigkeit künstlerischen Schaffens von politischen Vorgaben hatten wir schon in unserem Land, und das soll nicht wieder geschehen!
Auch die Musik und ihre Präsentation sind ein Teil des kulturellen und künstlerischen Lebens. Daher hat sich der Silcher-Chor dieser Erklärung angeschlossen. Die Bestrebung der Erklärung ist nicht gegen irgend jemanden gerichtet, sondern sie stellt fest, dass Kunst und Kultur sich nur in einer freien Gesellschaft entfalten können und daher keinen Weisungen von irgendeiner Seite unterliegen dürfen.

Die Erklärung ist hier im Wortlaut wiedergegeben:

Lüneburger Erklärung der Vielen
Kunst schafft einen Raum zur Veränderung der Welt

 

Als Aktive der Kulturlandschaft in Deutschland stehen wir nicht über den Dingen, sondern auf einem Boden, von dem aus die größten Staatsverbrechen der Menschheitsgeschichte begangen wurden. In diesem Land wurde schon einmal Kunst als entartet diffamiert und Kultur flächendeckend zu Propagandazwecken missbraucht. Millionen Menschen wurden ermordet oder gingen ins Exil, unter ihnen auch viele Künstler*innen.

Heute begreifen wir die Kunst und ihre Einrichtungen, die Museen, Theater, Kino, Konzertsäle, Ateliers, Clubs und urbanen Orte als offene Räume, die Vielen gehören.

Unsere Gesellschaft ist eine plurale Versammlung. Viele unterschiedliche Interessen treffen aufeinander und finden sich oft im Dazwischen. Demokratie muss täglich neu verhandelt werden – aber immer unter einer Voraussetzung: Es geht um Alle, um jede*n Einzelne*n als Wesen der vielen Möglichkeiten!

Der rechte Populismus, der die Kultureinrichtungen als Akteure dieser gesellschaftlichen Vision angreift, steht der Kunst der Vielen feindselig gegenüber. Rechte Gruppierungen und Parteien stören Veranstaltungen, wollen in Spielpläne eingreifen, polemisieren gegen die Freiheit der Kunst und arbeiten an einer Renationalisierung der Kultur.

Ihr verächtlicher Umgang mit Menschen auf der Flucht, mit engagierten Künstler*innen, mit allen Andersdenkenden verrät, wie sie mit der Gesellschaft umzugehen gedenken, sobald sich die Machtverhältnisse zu ihren Gunsten verändern würden.

Wir als Unterzeichnende der Lüneburger Kultureinrichtungen, -initiativen und -vereine und ihrer Interessensverbände begegnen diesen Versuchen mit einer klaren Haltung:

• Die unterzeichnenden Kunst- und Kulturinstitutionen –initiativen und -vereine führen den offenen, aufklärenden, kritischen Dialog über rechte Strategien. Sie gestalten diesen Dialog mit Mitwirkenden und dem Publikum in der Überzeugung, dass die Beteiligten den Auftrag haben, unsere Gesellschaft als eine demokratische fortzuentwickeln.
• Alle Unterzeichnenden bieten kein Podium für völkisch-nationalistische Propaganda.
• Wir wehren die illegitimen Versuche der Rechtsnationalen ab, Kulturveranstaltungen für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.
• Wir verbinden uns solidarisch mit Menschen, die durch eine rechtsextreme Politik immer weiter an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden.

Solidarität statt Privilegien. Es geht um Alle. Die Kunst bleibt frei!

 

 

 

Selbstverpflichtung

 

    1. Als Unterzeichner*innen sind Kultureinrichtungen, Kunstinstitutionen, Theater, Museen und ihre Interessensvertretungen oder Verbände angefragt.
    2. Mit der Unterzeichnung erklären sich die Leitungspersonen oder das Leitungsteam bereit, den Text der Erklärung innerhalb der eigenen Organisation unter Mitarbeiter*innen, Ensemblemitgliedern, Kurator*innen, Publikum und Besucher*innen bekannt zu machen und zur Diskussion zu stellen.
    3. Die Erklärung wird auf der Internetseite, im Programmheft, als Aushang im Foyer uvm. veröffentlicht.
    4. Die unterzeichnenden Kultureinrichtungen werden auf der Homepage www.dievielen.de sichtbar gemacht. Eine Verlinkung ist gewünscht.
    5. Die golden–glitzernde Rettungsdecke, das Symbol der Vielen, kann je nach Corporate Design der Einrichtung Anwendung im Zusammenhang mit der Erklärung finden – ob als Fahne, Layout-Hintergrund, als Icon oder golden-glänzend hinterlegte Schrift.
    6. Die Unterzeichnenden bereiten Informationsveranstaltungen, Gespräche und Aktivitäten im Sinne der vier Handlungsebenen der Erklärung vor, die Termine werden gemeinsam über www.dievielen.de kommuniziert.
    7. Im Rahmen der eigenen Pressearbeit und einer zentralen Pressekonferenz werden die Erklärung und die Kampagne mit Stichtag zum 1. Februar 2019 veröffentlicht. Aktionen zum Kampagnenstart wie das Hissen der goldenen Rettungsdecken an
      den Kulturorten, erste Informationsveranstaltungen, Lesungen uvm. werden selbstständig realisiert und gemeinsam koordiniert.
    8. Die Kampagne zur Erklärung der Vielen hat einen regionalen Charakter und wird über regionale Zusammenschlüsse von Kultureinrichtungen als „Lüneburger, Hamburger, Kölner, Dresdener uvm. Erklärung der Vielen“ bundesweit verbreitet.
    9. Neben den unterzeichnenden Kultureinrichtungen können ab dem Tag der Erstveröffentlichung in einer Region (in Lüneburg zum 1. Februar 2019) auch Einzelpersonen und Künstler*innengruppen ihre Zustimmung als Unterstützende per Mail an unterstuetzung@dievielen.de erklären. (Kultureinrichtungen können sich als Unterzeichnende natürlich auch noch nach dem 1. Februar 2019 mit der Erklärung verbinden unter erklaerung@dievielen.de.)
    10. Die unterzeichnenden Einrichtungen beteiligen sich nach ihren Möglichkeiten aktiv an einer bundesweiten Kampagne mit Aktionstagen, Dialogforen und der Mobilisierung zu einer „Glänzenden Demonstration der Kunst und Kultur – Solidarität statt Privilegien. Es geht um Alle. Die Kunst bleibt frei!“ in Berlin zum Mai 2019 (voraussichtlich Samstag, den 18. Mai 2019)
    11. Die Unterzeichnenden verpflichten sich zu gegenseitiger Solidarität mit Kultureinrichtungen und Akteur*innen der Künste, die durch Hetze und Schmähungen unter Druck gesetzt werden.

JHV 2019

Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Lüneburger Silcher-Chors hat sich eine Veränderung in der Zusammensetzung des Vorstands ergeben. Nach insgesamt 13 Jahren im Vorstand, davon 3 Jahre als 1. Vorsitzender, hat Hans Busch nicht wieder für den Vorstand kandidiert. Der 1. Vorsitzende Dr. Franz Peter Schmitz dankte Hans Busch für seinen Einsatz für den Verein und für jahrelange gute Zusammenarbeit.
Neu zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt wurde Philipp Kopp, ansonsten blieb der Vorstand unverändert.
Unter der neuen Chorleiterin Monika Grade, die im September 2018 die musikalische Leitung des Chors übernommen hat, bereitet sich der Chor derzeit intensiv auf sein neues Programm „Die Ilmenauten“ vor. Aufführungen sind für Samstag, den 27. April um 19 Uhr in der Musikschule Lüneburg sowie am Sonntag, den 23. Juni um 16 Uhr in der Heinrich-Osterwold-Halle in Lauenburg aufgeführt werden wird.

Auf dem Foto (von links): Dr. Franz Peter Schmitz (1. Vorsitzender), Karl Tödter (Schriftführer), Phillipp Kopp (stv. Vors.), Hans-Ulrich Hess (Kassenführer), Nils Norden (stv. Schriftf.), Wolfgang Peisker (stv. Kassenf.), Monika Grade (Chorleiterin)

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17, 18 … 66, 67

Nein, das ist nicht das „Reiz-Schema“ einer neuen Skat-Variante. Es ist lediglich der Titel eines Kurzberichts über die Jahre 2017 und 2018 im Lüneburger Silcher-Chor, in denen der Chor 66 bzw. 67 Jahre alt war.
In beiden Jahren waren wir „chorisch“ recht aktiv, auch wenn wir das für den Herbst 2018 vorgesehene Konzert auf das Frühjahr 2018 verschoben haben. Dass wir 2017 auf 66 Jahre Silcher-Chor zurückblicken konnten, haben wir für den Titel des Konzerts verwendet (Mit 66 Jahren…..) und auch das passende Lied von Udo Jürgens vorgetragen. Zudem haben wir musikalische einiges Neue versucht, was unterschiedlich gut gelang. Unser Auftritt in Bienenbüttel im Rahmen der Reihe „Musik im Kreis“ war rundum gut, und ebenso gut kam unser adventliches Konzert in Deutsch Evern an. Und danach haben wir, wie es inzwischen schon zur Tradition geworden ist, unser vorweihnachtliches Singen in der Pauluskirche veranstaltet, dieses Mal am Vorabend des 3. Advent.
Über die „Herbsttour mit Damen“ nach Hameln ist an dieser Stelle schon berichtet worden, und zudem hatte Sangesbruder Harry Soltwisch eine Frühlingsfahrt nach HH organisiert, die allseits sehr gelobt wurde.
2018 begann auftrittsmäßig im Juni mit der Teilnahme am Jubiläumskonzert des Gemischten Chors Reppenstedt. Für diesen Auftritt war die Chorleiterin Anka Fiedler verhindert, Ehrenchorleiter Egon Kretzer wollte uns vertretungsmäßig übernehmen und verletzte sich beim Tennis – und so sprang Kreis-Chorleiterin Monika Grade ein. Wir ahnten damals noch nicht, dass sie damit zwar zum ersten, aber beileibe nicht zum einzigen Mal den Silche-Chor leiten würde. Die Zusammenarbeit mit ihr klappte auf Anhieb, und so ernteten wir viel Applaus (auch wenn wir nur 17(!) Sänger auf die Bühne brachten!).
Ein Auftritt im August in der Kurhalle von Bad Bevensen stand unter keinem günstigen Stern. Die meisten Sänger gerieten bei der Anfahrt in einen Stau, und so entstand Hektik und Unruhe, die sich auf die Qualität des Auftritts ungünstig auswirkte.
Zweimal nahm der Chor beim „Lüneburger Chorseptember“ mit Auftritten teil: am 2. September auf der Bühne im Glockenhof, und am 15. September beim Konzert MAGNIFICAT in St. Michaelis.
Da einfach keine rechte Bindung zwischen Chorleitung und Chor aufkommen wollte, entschloss sich der Chor trotz einiger „Bauchschmerzen“, einen Wechsel in der Chorleitung durchzuführen. Monika Grade ist seit Mitte September die „Frau vorm Silcher-Chor“. Mit ihr veranstaltete der Chor am Samstag vor dem 4. Advent das Singen in der Paulus-Kirche.
3 ehemaligen Sängern sangen wir zum letzten Geleit: Willi Rieckmann, Horst Meyer und Georg Stockinger (2x von Egon Kretzer, 1x von Monika Grade dirigiert).
Eisbein gab es im Februar erstmal im Brauhaus Nolte, Grillen erstmals auf der Terrasse des „Vitallissimo“ (MTV-Vereinsheim), und die auf einen Tag geschrumpfte Herbsttour ging zu Airbus nach Finkenwerder und zum Kaffee ins Alte Land. Und wie jedes Jahr schloss die Weihnachtsfeier mit Grünkohl das Chorjahr ab.

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Kampagne „Neue Mitglieder“

Wir suchen immer neue Sänger!  Das Alter spielt dabei keine Rolle!  Schaut ab und an mal rein, hier geht was… MännerStimmen halt!

Jeden Dienstag um 20:00 Uhr in der Aula des Johanneum Lüneburg. Jeder MANN ist willkommen!

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Eine gute Zeit für tiefe Töne: Silcher-Chor feiert Jubiläum

Winfried Fechner leitete noch einmal den Silcher-Chor, es war sein letzter Einsatz als Dirgent. Foto: t&w | Autor: Frank Füllgrabe

Lüneburg. Seinen 65. Geburtstag sollte der Mensch mit besonderer Würde feiern, oder es ganz lassen. Immerhin geht es um den offiziellen Eintritt ins Rentenalter, um einen neuen Lebensabschnitt, auch wenn es da heute viele andere Regelungen gibt. Der Lüneburger Silcher-Chor hat sich für die noble Variante entschieden, Gäste eingeladen und ein schönes Ambiente gefunden: Im Gemeindezentrum der Freien evangelischen Gemeinde Lüneburg gratulierten natürlich mit Gesang der Frauenchor L`Ohreley und der Rockpop-Chor LoChorMotion, dazu füllten rund 300 Zuhörer den Saal.

Einige Verblüffung zu Beginn: Richard Wagners „Pilgerchor“ aus dem „Tannhäuser“ sang das Ensemble in der Eingangshalle, also gewissermaßen aus dem Off, ein schöner Effekt. Als „feste Größe“ im Konzertbetrieb und als „musikalischen Botschafter der Stadt Lüneburg“ würdigte Bürgermeister Eduard Kolle das Ensemble, nachdem die rund drei Dutzend Sänger dann doch noch auf die Bühne gestiegen waren. Weiterlesen