wenn man nicht weiß wohin damit

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Nachruf Karl-Heinz Jahnke

Karl-Heinz Jahnke

Reisemarschall und Vorsitzender

Mit dem Namen Karl-Heinz Jahnke verbindet die Gemeinschaft der Silcheraner die Erinnerung an zahlreiche denkwürdige Herrentouren und große Konzerte für ein be­geistertes Publikum. Karl-Heinz zählte zu der einst stattlichen Riege der Eisenbah­ner, die der vormalige Vorsitzende Bollenbach mit sanftem Druck für den Chor begeistern konnte. Sehr bald hat sich Karl-Heinz – Sänger im 1.Bass – stark für den Chor enga­giert. Es gab das Amt des Vergnügungsobmannes, mit dem er 1976 seine Arbeit im Vorstand begann.  Dieses Amt war bisweilen nur dem Namen nach ein Vergnügen, denn der Inhaber hatte sich zu kümmern um Jahreshauptversammlung, Eisbeinessen (dies der offizielle Name, Karl-Heinz nannte diese Veranstaltung mit schöner Kon­sequenz Sauerkohlessen), Frühlingsausflug, Grillabend, Herrentour, Weihnachtsfeier und natürlich um die Organisation sämtlicher Konzerte.  Wenn der Vorsitzende stolz von manchmal mehr als 15 Auftritten des Chores in einem Jahr berichtete, dann steckte darin immer auch viel Arbeit, die Karl-Heinz mit seinem Team des Vergnü­gung­sausschusses geleistet hatte. Von den Herrentouren sind den Teilnehmern beson­ders die Reisen nach Heidelberg und Amsterdam in bester Erinnerung.

1986 wählten die Silcheraner Karl-Heinz zu ihrem 1. Vorsitzenden. Eine bis dahin erfolgreiche Chorarbeit führte Karl-Heinz – zusammen mit seinem kongenialen Stell­vertreter Werner David und dem musikalischen Leiter Heinz-Egon Kretzer – zu immer neuen Erfolgen. Sänger – zeitweilig bis zu 70 – und Publikum hatten gleicher­maßen Spaß und Freude an dem, was dieser Chor leistete. Besonders darf man erwähnen:

Nach 1989 knüpften Vorstand und Chor Verbindungen nach Neuhaus, das wieder zu Niedersachsen gehörte und nach Bernburg in Sachsen-Anhalt. Ein besonderer Höhe­punkt war die Teilname in Bernburg – zusammen mit dem Silcherchor Bernburg – an einem Konzert im Rahmen des Sängertages des damaligen Deutschen Sängerbundes.

45. Geburtstag des Chores 1996 mit dem Konzert in der Nordlandhalle: Ein voll besetztes Haus applaudierte einem bestens aufgelegten Chor, dem Orchester des Theaters Lüneburg und den Solisten der Staatsoper Hamburg.

Zum 50. Jubiläum 2001 besuchte uns der Meeskoor Gaudeamus aus Tartu. Hier galt es, den Aufenthalt der Gäste und Ihre Unterbringung zu organisieren, Höhepunkt war ein gemeinsames Konzert im Schützenhaus. 2003 reiste der Silcher-Chor zu einem Gegenbesuch nach Estland. Auch dies eine ganz besondere Verantwortung für den 1. Vorsitzenden und ein ganz besonderer Erfolg für den Chor.

Die Reihe der besonderen Ereignisse unter der Federführung von Karl-Heinz ließe sich fortsetzen – bis 2005.

Gesundheitlich nicht mehr ganz auf der Höhe legte Karl-Heinz sein Amt nieder, die dankbaren Silcheraner wählten ihn zu ihrem Ehrenvorsitzenden.

Zunächst noch als Sänger, später „aus der Ferne“ blieb er dem Chor verbunden.

Nun ist Karl-Heinz Jahnke im Alter von 84 Jahren gestorben.

Im seinem Sinne werden wir Silcheraner Frau Musica in Ehren halten.

Ulli Hess

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Ausgebremst…..

Mai 2020: Etwas Derartiges hat sich ja niemand vorstellen können: Dass wir vollständig daran gehindert sein könnten, miteinander zu singen, und das über Monate hinweg, das stand wohl in keinem Chor-Drehbuch. Und das Unangenehmste: Gerade für Chöre gibt es bisher überhaupt keine Perspektive, wann sich die Situation bessern könnte….

Wir lassen uns aber nicht entmutigen. Vorbereitungen sind getroffen, dass wir auch kurz nach einer Freigabe wieder auftrittsfähig sein können – wir arbeiten daran. Und irgendwann kommt auch wieder der Tag, an dem wir vor das Publikum treten werden und uns freuen, Neues und Bekanntes vorzutragen. Hoffentlich schon an Weihnachten!

Aktualisierung Nov. 2020: Nun mussten wir auch die Vorbereitungen für Weihnachten wieder abbrechen, die wir so verheißungsvoll im Spätsommer gestartet hatten. Sehr bedauerlich! Hatten wir doch alle gehofft, dass sich die Situation nicht allzu sehr und allzu schnell verschlechtern würde. Also müssen wir uns wieder gedulden, bis die Infektionszahlen deutlich zurückgehen, und es ist anzunehmen, dass ein Rückgang trotz der erneuten Beschränkungen nur sehr langsam vonstatten gehen wird. Somit werden wohl die beiden Lieder, die wir bei der Beisetzung unseres ehemaligen Sangesbruders Adolf Fuhrhop gesungen haben, den einzigen öffentlichen Auftritt des Chors im Jahr 2020 dargestellt haben.

Lasst uns hoffen auf 2021, nach dem Motto: neues Jahr, neues Glück!

 

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Schwungvoll geht’s weiter

Der Lüneburger Silcher-Chor geht in das Jahr 2020 mit einer unveränderten Zahl von 29 aktiven Sängern, wie der 1. Vorsitzende Dr. Franz Peter Schmitz bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung feststellte. Fast alle Sänger waren zur Versammlung erschienen, bei der in allen zu wählenden Positionen die Amtsinhaber einstimmig wiedergewählt wurden.

Das Jahr 2019 war ein sehr aktives Chorjahr mit insgesamt 8 öffentlichen Auftritten, davon alleine vier mit dem „Ilmenauten“-Thema. Die Auftritte haben dem Chor viel Freude gemacht, und die Resonanz aus dem Publikum hat dem Chor neuen Schwung verliehen, den wir ins neue Jahr mitnehmen wollen.  Zur Zeit arbeitet der Chor an einem neuen Programm, von dem in diesem Jahr Teile bei diversen Gelegenheiten zu hören sein werden, z.B. anlässlich des Lüneburger Chorseptember. Außerdem beteiligt sich der Chor an einem Männerchorprojekt, bei dem drei weitere Chöre beteiligt sind, die aus den Kreis-Chorverbänden Rotenburg/Wümme und Harburg-Winsen stammen.

Lasst Euch überraschen, wann und wo Ihr den Silcher-Chor erleben könnt!

Das nächste große Konzert des Silcher-Chors ist für das Frühjahr 2021 geplant, wenn der Chor sein 75jähriges Bestehen feiern wird.

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Der Schulkater fehlt

„Johann“ gibt es nicht mehr.

Immer wieder besuchte er uns bei unseren Proben am Dienstagabend – Johann, der Kater des Johanneums. Wenn er uns besuchte, dann marschierte er durch unsere Reihen, ließ sich von Diesem und Jenem kurz kraulen, um sich schließlich auf einem Stuhl niederzulassen, von dem aus er das Treiben überblicken konnte. Und wenn er dann auf Gesang keine rechte Lust mehr hatte, dann setzte er sich in die Nähe einer Tür, in dem Wissen, dass schon irgendwann jemand diese Tür öffnen würde. Sobald dann die Tür geöffnet wurde, trabte er ganz ohne Eile hinaus. Drängeln war nie seine Art, alles geschah in ganz gelassener Art und Weise.

Johann wird nicht nur den Schülern des Johanneums fehlen, auch uns Sängern des Silcher-Chors.

Der hier gezeigte Bericht entstammt der „Lünepost“ vom 8. Mai 2019.

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Mit den „Ilmenauten“ zurück in der Erfolgsspur

Musikalische Seereise der „Ilmenauten“ Das war spitze! Darüber waren sich alle einig, die an der musikalischen Reise der „Ilmenauten“ am 27. April in die Musikschule Lüneburg teilgenommen haben. Das un-ter dem besonderen Motto durchgeführte Chorkonzert des Lüneburger Silcher-Chores führte von Lüneburg, dem historischen Wasserweg folgend bis zur Ostsee und weiter entlang der Küste bis Estland […]

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Und jetzt proben sie wieder….

 

Eifrig ist der Lüneburger Silcher-Chor dabei, das Konzertprogramm für 2019 einzustudieren. Die Liedauswahl reicht dabei von getragen bis flott, von traditionell bis modern, Shantys finden sich ebenso wie Opernmelodien, und vertreten sind Melodien aus unterschiedlichen Ländern und Regionen. Also: ein abwechslungsreiches Programm, das unter dem Titel „Die Ilmenauten“ auf die Bühne kommen wird, und zwar am 27. April 2019 in der Musikschule Lüneburg, sowie am 23. Juni 2019 in der Heinrich-Osterwold-Halle in Lauenburg. Dieses Mal müssen jedoch nicht nur die Lieder einstudiert werden, sondern auch der Ablauf der Veranstaltung soll vom Chor gestaltet werden – eine ganz neue Herausforderung! So viel sei schon verraten: die Sache hat irgendwie mit einem Ostsee-Törn zu tun.

Lassen Sie sich überraschen – und lassen Sie sich „Die Ilmenauten“ nicht entgehen!

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Lüneburger Erklärung der Vielen

Die „Erklärung der Vielen“, die landauf, landab von Kulturschaffenden in regionalen Erklärungen bekannt gemacht wird, ist ein Appell für die Freiheit von Kunst und Kultur. Wir erleben heute, dass dieses Grundrecht durch rechte Populisten in Frage gestellt wird. Diese versuchen festzulegen, was denn im Rahmen der Kunst zulässig sein sollte und was nicht. Solche Zeiten der Abhängigkeit künstlerischen Schaffens von politischen Vorgaben hatten wir schon in unserem Land, und das soll nicht wieder geschehen!
Auch die Musik und ihre Präsentation sind ein Teil des kulturellen und künstlerischen Lebens. Daher hat sich der Silcher-Chor dieser Erklärung angeschlossen. Die Bestrebung der Erklärung ist nicht gegen irgend jemanden gerichtet, sondern sie stellt fest, dass Kunst und Kultur sich nur in einer freien Gesellschaft entfalten können und daher keinen Weisungen von irgendeiner Seite unterliegen dürfen.

Die Erklärung ist hier im Wortlaut wiedergegeben:

Lüneburger Erklärung der Vielen
Kunst schafft einen Raum zur Veränderung der Welt

 

Als Aktive der Kulturlandschaft in Deutschland stehen wir nicht über den Dingen, sondern auf einem Boden, von dem aus die größten Staatsverbrechen der Menschheitsgeschichte begangen wurden. In diesem Land wurde schon einmal Kunst als entartet diffamiert und Kultur flächendeckend zu Propagandazwecken missbraucht. Millionen Menschen wurden ermordet oder gingen ins Exil, unter ihnen auch viele Künstler*innen.

Heute begreifen wir die Kunst und ihre Einrichtungen, die Museen, Theater, Kino, Konzertsäle, Ateliers, Clubs und urbanen Orte als offene Räume, die Vielen gehören.

Unsere Gesellschaft ist eine plurale Versammlung. Viele unterschiedliche Interessen treffen aufeinander und finden sich oft im Dazwischen. Demokratie muss täglich neu verhandelt werden – aber immer unter einer Voraussetzung: Es geht um Alle, um jede*n Einzelne*n als Wesen der vielen Möglichkeiten!

Der rechte Populismus, der die Kultureinrichtungen als Akteure dieser gesellschaftlichen Vision angreift, steht der Kunst der Vielen feindselig gegenüber. Rechte Gruppierungen und Parteien stören Veranstaltungen, wollen in Spielpläne eingreifen, polemisieren gegen die Freiheit der Kunst und arbeiten an einer Renationalisierung der Kultur.

Ihr verächtlicher Umgang mit Menschen auf der Flucht, mit engagierten Künstler*innen, mit allen Andersdenkenden verrät, wie sie mit der Gesellschaft umzugehen gedenken, sobald sich die Machtverhältnisse zu ihren Gunsten verändern würden.

Wir als Unterzeichnende der Lüneburger Kultureinrichtungen, -initiativen und -vereine und ihrer Interessensverbände begegnen diesen Versuchen mit einer klaren Haltung:

• Die unterzeichnenden Kunst- und Kulturinstitutionen –initiativen und -vereine führen den offenen, aufklärenden, kritischen Dialog über rechte Strategien. Sie gestalten diesen Dialog mit Mitwirkenden und dem Publikum in der Überzeugung, dass die Beteiligten den Auftrag haben, unsere Gesellschaft als eine demokratische fortzuentwickeln.
• Alle Unterzeichnenden bieten kein Podium für völkisch-nationalistische Propaganda.
• Wir wehren die illegitimen Versuche der Rechtsnationalen ab, Kulturveranstaltungen für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.
• Wir verbinden uns solidarisch mit Menschen, die durch eine rechtsextreme Politik immer weiter an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden.

Solidarität statt Privilegien. Es geht um Alle. Die Kunst bleibt frei!

 

 

 

Selbstverpflichtung

 

    1. Als Unterzeichner*innen sind Kultureinrichtungen, Kunstinstitutionen, Theater, Museen und ihre Interessensvertretungen oder Verbände angefragt.
    2. Mit der Unterzeichnung erklären sich die Leitungspersonen oder das Leitungsteam bereit, den Text der Erklärung innerhalb der eigenen Organisation unter Mitarbeiter*innen, Ensemblemitgliedern, Kurator*innen, Publikum und Besucher*innen bekannt zu machen und zur Diskussion zu stellen.
    3. Die Erklärung wird auf der Internetseite, im Programmheft, als Aushang im Foyer uvm. veröffentlicht.
    4. Die unterzeichnenden Kultureinrichtungen werden auf der Homepage www.dievielen.de sichtbar gemacht. Eine Verlinkung ist gewünscht.
    5. Die golden–glitzernde Rettungsdecke, das Symbol der Vielen, kann je nach Corporate Design der Einrichtung Anwendung im Zusammenhang mit der Erklärung finden – ob als Fahne, Layout-Hintergrund, als Icon oder golden-glänzend hinterlegte Schrift.
    6. Die Unterzeichnenden bereiten Informationsveranstaltungen, Gespräche und Aktivitäten im Sinne der vier Handlungsebenen der Erklärung vor, die Termine werden gemeinsam über www.dievielen.de kommuniziert.
    7. Im Rahmen der eigenen Pressearbeit und einer zentralen Pressekonferenz werden die Erklärung und die Kampagne mit Stichtag zum 1. Februar 2019 veröffentlicht. Aktionen zum Kampagnenstart wie das Hissen der goldenen Rettungsdecken an
      den Kulturorten, erste Informationsveranstaltungen, Lesungen uvm. werden selbstständig realisiert und gemeinsam koordiniert.
    8. Die Kampagne zur Erklärung der Vielen hat einen regionalen Charakter und wird über regionale Zusammenschlüsse von Kultureinrichtungen als „Lüneburger, Hamburger, Kölner, Dresdener uvm. Erklärung der Vielen“ bundesweit verbreitet.
    9. Neben den unterzeichnenden Kultureinrichtungen können ab dem Tag der Erstveröffentlichung in einer Region (in Lüneburg zum 1. Februar 2019) auch Einzelpersonen und Künstler*innengruppen ihre Zustimmung als Unterstützende per Mail an unterstuetzung@dievielen.de erklären. (Kultureinrichtungen können sich als Unterzeichnende natürlich auch noch nach dem 1. Februar 2019 mit der Erklärung verbinden unter erklaerung@dievielen.de.)
    10. Die unterzeichnenden Einrichtungen beteiligen sich nach ihren Möglichkeiten aktiv an einer bundesweiten Kampagne mit Aktionstagen, Dialogforen und der Mobilisierung zu einer „Glänzenden Demonstration der Kunst und Kultur – Solidarität statt Privilegien. Es geht um Alle. Die Kunst bleibt frei!“ in Berlin zum Mai 2019 (voraussichtlich Samstag, den 18. Mai 2019)
    11. Die Unterzeichnenden verpflichten sich zu gegenseitiger Solidarität mit Kultureinrichtungen und Akteur*innen der Künste, die durch Hetze und Schmähungen unter Druck gesetzt werden.
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JHV 2019

Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Lüneburger Silcher-Chors hat sich eine Veränderung in der Zusammensetzung des Vorstands ergeben. Nach insgesamt 13 Jahren im Vorstand, davon 3 Jahre als 1. Vorsitzender, hat Hans Busch nicht wieder für den Vorstand kandidiert. Der 1. Vorsitzende Dr. Franz Peter Schmitz dankte Hans Busch für seinen Einsatz für den Verein und für jahrelange gute Zusammenarbeit.
Neu zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt wurde Philipp Kopp, ansonsten blieb der Vorstand unverändert.
Unter der neuen Chorleiterin Monika Grade, die im September 2018 die musikalische Leitung des Chors übernommen hat, bereitet sich der Chor derzeit intensiv auf sein neues Programm „Die Ilmenauten“ vor. Aufführungen sind für Samstag, den 27. April um 19 Uhr in der Musikschule Lüneburg sowie am Sonntag, den 23. Juni um 16 Uhr in der Heinrich-Osterwold-Halle in Lauenburg aufgeführt werden wird.

Auf dem Foto (von links): Dr. Franz Peter Schmitz (1. Vorsitzender), Karl Tödter (Schriftführer), Phillipp Kopp (stv. Vors.), Hans-Ulrich Hess (Kassenführer), Nils Norden (stv. Schriftf.), Wolfgang Peisker (stv. Kassenf.), Monika Grade (Chorleiterin)

17, 18 … 66, 67

Nein, das ist nicht das „Reiz-Schema“ einer neuen Skat-Variante. Es ist lediglich der Titel eines Kurzberichts über die Jahre 2017 und 2018 im Lüneburger Silcher-Chor, in denen der Chor 66 bzw. 67 Jahre alt war.
In beiden Jahren waren wir „chorisch“ recht aktiv, auch wenn wir das für den Herbst 2018 vorgesehene Konzert auf das Frühjahr 2018 verschoben haben. Dass wir 2017 auf 66 Jahre Silcher-Chor zurückblicken konnten, haben wir für den Titel des Konzerts verwendet (Mit 66 Jahren…..) und auch das passende Lied von Udo Jürgens vorgetragen. Zudem haben wir musikalische einiges Neue versucht, was unterschiedlich gut gelang. Unser Auftritt in Bienenbüttel im Rahmen der Reihe „Musik im Kreis“ war rundum gut, und ebenso gut kam unser adventliches Konzert in Deutsch Evern an. Und danach haben wir, wie es inzwischen schon zur Tradition geworden ist, unser vorweihnachtliches Singen in der Pauluskirche veranstaltet, dieses Mal am Vorabend des 3. Advent.
Über die „Herbsttour mit Damen“ nach Hameln ist an dieser Stelle schon berichtet worden, und zudem hatte Sangesbruder Harry Soltwisch eine Frühlingsfahrt nach HH organisiert, die allseits sehr gelobt wurde.
2018 begann auftrittsmäßig im Juni mit der Teilnahme am Jubiläumskonzert des Gemischten Chors Reppenstedt. Für diesen Auftritt war die Chorleiterin Anka Fiedler verhindert, Ehrenchorleiter Egon Kretzer wollte uns vertretungsmäßig übernehmen und verletzte sich beim Tennis – und so sprang Kreis-Chorleiterin Monika Grade ein. Wir ahnten damals noch nicht, dass sie damit zwar zum ersten, aber beileibe nicht zum einzigen Mal den Silche-Chor leiten würde. Die Zusammenarbeit mit ihr klappte auf Anhieb, und so ernteten wir viel Applaus (auch wenn wir nur 17(!) Sänger auf die Bühne brachten!).
Ein Auftritt im August in der Kurhalle von Bad Bevensen stand unter keinem günstigen Stern. Die meisten Sänger gerieten bei der Anfahrt in einen Stau, und so entstand Hektik und Unruhe, die sich auf die Qualität des Auftritts ungünstig auswirkte.
Zweimal nahm der Chor beim „Lüneburger Chorseptember“ mit Auftritten teil: am 2. September auf der Bühne im Glockenhof, und am 15. September beim Konzert MAGNIFICAT in St. Michaelis.
Da einfach keine rechte Bindung zwischen Chorleitung und Chor aufkommen wollte, entschloss sich der Chor trotz einiger „Bauchschmerzen“, einen Wechsel in der Chorleitung durchzuführen. Monika Grade ist seit Mitte September die „Frau vorm Silcher-Chor“. Mit ihr veranstaltete der Chor am Samstag vor dem 4. Advent das Singen in der Paulus-Kirche.
3 ehemaligen Sängern sangen wir zum letzten Geleit: Willi Rieckmann, Horst Meyer und Georg Stockinger (2x von Egon Kretzer, 1x von Monika Grade dirigiert).
Eisbein gab es im Februar erstmal im Brauhaus Nolte, Grillen erstmals auf der Terrasse des „Vitallissimo“ (MTV-Vereinsheim), und die auf einen Tag geschrumpfte Herbsttour ging zu Airbus nach Finkenwerder und zum Kaffee ins Alte Land. Und wie jedes Jahr schloss die Weihnachtsfeier mit Grünkohl das Chorjahr ab.

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Bekannt auch in USA

Kürzlich erreichte den Chor eine unübliche Anfrage per Mail. Drei  Damen aus Reading/Pennsylvania wollten Lüneburg besuchen und fragten nun an, ob sie einen Probenabend des Silcher-Chors besuchen könnten und – ob wir vielleicht dann mit ihnen gemeinsam ein paar Lieder singen würden. Wie das? Eine doch recht ungewöhnliche Anfrage.

Hintergrund ist, dass die drei Damen in Reading bei dem deutschsprachigen Chor Reading Liederkranz Singers Mitglied sind. Wenn bei einem Auftritt einmal Männer fehlen, dann springen die Damen bei den Männerstimmen mit ein, und daher kennen sie die Männerstimmen von einigen traditionellen deutschen Chorsätzen. So kam dann die Idee der Kontaktaufnahme beim Silcher-Chor zustande.

Kurz und gut: wir luden die Drei ein, und sie freuten sich wie die Schneekönige, bei einem Probenabend des Silcher-Chors dabei zu sein. Zum Abschluss sangen wir gemeinsam die Lieder „Das Morgenrot“ und „Schifferlied“. Wie wir inzwischen aus einer „Dankmail“ wissen, haben die Ladies den Aufenthalt im Chor sehr genossen, vor allem, dass wir ihrem Wunsch entsprochen hatten, ein paar Lieder miteinander zu singen, die sie kannten. Wie schrieb mir doch Ruth Baker: „Es war besonders nett dass wir Das Morgenrot und das Schifferlied gesungen haben, da wir die von zu Hause kennen—Das Morgenrot singen wir jedes Jahr als gemeinsames Lied am Schluss-picnic fuer unser drei-taegiges Pennsylvanisches Saengerfest.“

Einiges hat unsere Besucherinnen doch verwundert, so zum Beispiel, dass wir keine Trachten tragen bei unseren Auftritten. Dass man darauf in Deutschland keinen großen Wert mehr legt, war für sie neu. Und: bemerkenswert fanden sie, dass wir auch Rock’n Roll singen können.

Was mich ein wenig verwundert: ich habe die drei auf dem Chor-Foto, das man auf der Webseite https://www.readingliederkranz.com/reading-liederkranz-singers/ findet, nicht entdecken können. Haben sie sich hinter den anderen Sängern versteckt? Waren sie an dem Tag gerade nicht aktiv? Ist das Foto schon älter? Man sieht, ein paar Fragen bleiben immer….