wenn man nicht weiß wohin damit

 

Zum 10. Mal hatte der Lüneburger Silcher-Chor in der Adventszeit in die Paulus-Kirche am Kreideberg geladen, zur Einstimmung auf Weihnachten. „Mit dem Silcher-Chor in die Weihnachtszeit“ hieß auch dieses Mal das Motto des Konzerts.

In diesem Jahr hatte die Chorleiterin Monika Grade besonders viele Lieder zum Mitsingen vorgesehen, und das Publikum in der Pauluskirche nahm diese Einladung zum Mitsingen gerne an. Als Gastchor war der Gemischte Chor aus Adendorf eingeladen, der einige Lieder aus seinem Adventsprogramm beisteuerte, wie gewohnt in klanglich ausgefeilter Weise. Der Silcher-Chor hatte einige neue Lieder einstudiert.

Die gesamte Veranstaltung fand beim Publikum viel Anklang, und so konnten sich alle über einen gelungenen Abschluss des Chorjahrs 2023 freuen.

Gut angekommen ist das Jubiläumskonzert zum 70jährigen Bestehen des Lüneburger Silcher-Chors, sowohl beim Publikum als auch in der Presse. Wenn auch corona-bedingt mit einjähriger Verspätung – dass wir endlich wieder ein „ganz normales“ Konzert veranstalten konnten, war an sich schon ein Erfolg. „Reine Männersache*n“ waren das Thema am 1. Oktober 2022 im Forum der Musikschule Lüneburg.

Mit dem Mix aus Traditionellem und Modernem, klassischem Männerchorgesang und peppig-poppigen Liedern demonstrierte der Chor, dass er noch immer in vielen Musikgattungen bestehen kann, auch wenn die Zahl der Sänger gegenüber den Glanzzeiten von 70 auf 17 geschrumpft war; krankheitsbedingt mussten einige Sänger kurzfristig passen. Dennoch gelang ein überzeugender Auftritt, was sich im Bericht, der am 6. Oktober 2022 in der Lüneburger „Landeszeitung“ erschien, widerspiegelt. Hoffentlich kann es nun ohne unliebsame Unterbrechungen weitergehen!

 

Zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit müssen wir Silcheraner Abschied nehmen von einem Sänger, den wir ob seiner Verdienste um unseren Chor zum Ehrenvorsitzenden ernannt haben. Seit dem 1.9.1970 war Werner Sänger im 2. Tenor; wer erinnert sich noch des liebgewonnenen und niemals versäumten Rituals des Uhrenvergleichs mit seinen Kollegen Horst Meyer und Willi Rieckmann, ohne das keine Chorprobe beginnen konnte.

 

Zunächst als 2. Vorsitzender,  dann als „Chef“ hat Werner den Silcher-Chor und seine Konzerte maßgeblich geprägt und zu zahlreichen Erfolgen geführt. So erwarb sich  der Chor einen guten Namen weit über die Grenzen von Stadt und Kreis hinaus.

Werners natürliche Autorität ließ jeden aufmerksam zuhören, wenn er das Wort ergriff. Verbindlich im Ton war er klar in der Ansage, wenn es wieder einmal galt, die allzu schwatzhaften Silcheraner zur Ordnung zu rufen.

 

Werners zweites Hobby war das Tennisspiel. Hier war er regelmäßig sonntags gefordert, weshalb er die legendären Frühschoppen allzu oft versäumen musste.

Und – Werner war Segler. Ich hatte die Ehre und das Vergnügen, Teil dieser Crew zu sein.

Singen, Tennis, Segeln – schon seit geraumer Zeit konnte Werner nicht mehr daran teilnehmen. Nun ist er im Alter von 83 Jahren gestorben.

Die ihn kannten, werden sich gern an Werner erinnern, die Übrigen sollten sich von ihm erzählen lassen.

 

Ulli Hess

Immerhin 2 Auftritte konnte der Silcher-Chor in diesem Jahr verbuchen, jeweils bei Veranstaltungen des KCV Lüneburg:

Am 26. September trat der Chor im Rahmen des Konzerts „Klänge der Freude“ auf, das im Lüneburger Kurpark stattfand. Bei angenehmem Wetter traten verschiedene Chöre auf, und das Publikum wurde mehrfach zum Singen animiert. Der Chor sang „Ach, ich hab in meinem Herzen“ und „Ein Freund, ein guter Freund“, beides a cappella. Das Konzert fand insgesamt einen guten Anklang, und der Silcher-Chors sang mit viel Freude und Begeisterung, was beim Publikum besonders gut ankam.

Der 2. Oktober sah uns dann im Kulturforum Wienebüttel, wo wir mit 2 Liedern das CANTALUNA-Rock- und Pop-Konzert „Chor!Chor!Chor!“ eröffneten. Ja, auch so etwas wie Pop kann der Chor mittlerweile! Die „nette Begegnung“ von Oliver Gies sorgte sofort für eine freudige Stimmung im doch zahlreich erschienenen Publikum, und das Motto-Lied der Veranstaltung („Chor!Chor!Chor!“) brach dann das Eis vollends. Alle Chöre wurden vom Publikum gefeiert, die Begeisterung war riesig. Es war dann ein Genuss, die hervorragenden Leistungen der jüngeren Chöre mitzuerleben, und so mancher konnte hier hautnah erleben, dass das Chorsingen auch weiterhin eine wunderbare Zukunft haben wird!

Karl-Heinz Jahnke

Reisemarschall und Vorsitzender

Mit dem Namen Karl-Heinz Jahnke verbindet die Gemeinschaft der Silcheraner die Erinnerung an zahlreiche denkwürdige Herrentouren und große Konzerte für ein be­geistertes Publikum. Karl-Heinz zählte zu der einst stattlichen Riege der Eisenbah­ner, die der vormalige Vorsitzende Bollenbach mit sanftem Druck für den Chor begeistern konnte. Sehr bald hat sich Karl-Heinz – Sänger im 1.Bass – stark für den Chor enga­giert. Es gab das Amt des Vergnügungsobmannes, mit dem er 1976 seine Arbeit im Vorstand begann.  Dieses Amt war bisweilen nur dem Namen nach ein Vergnügen, denn der Inhaber hatte sich zu kümmern um Jahreshauptversammlung, Eisbeinessen (dies der offizielle Name, Karl-Heinz nannte diese Veranstaltung mit schöner Kon­sequenz Sauerkohlessen), Frühlingsausflug, Grillabend, Herrentour, Weihnachtsfeier und natürlich um die Organisation sämtlicher Konzerte.  Wenn der Vorsitzende stolz von manchmal mehr als 15 Auftritten des Chores in einem Jahr berichtete, dann steckte darin immer auch viel Arbeit, die Karl-Heinz mit seinem Team des Vergnü­gung­sausschusses geleistet hatte. Von den Herrentouren sind den Teilnehmern beson­ders die Reisen nach Heidelberg und Amsterdam in bester Erinnerung.

1986 wählten die Silcheraner Karl-Heinz zu ihrem 1. Vorsitzenden. Eine bis dahin erfolgreiche Chorarbeit führte Karl-Heinz – zusammen mit seinem kongenialen Stell­vertreter Werner David und dem musikalischen Leiter Heinz-Egon Kretzer – zu immer neuen Erfolgen. Sänger – zeitweilig bis zu 70 – und Publikum hatten gleicher­maßen Spaß und Freude an dem, was dieser Chor leistete. Besonders darf man erwähnen:

Nach 1989 knüpften Vorstand und Chor Verbindungen nach Neuhaus, das wieder zu Niedersachsen gehörte und nach Bernburg in Sachsen-Anhalt. Ein besonderer Höhe­punkt war die Teilname in Bernburg – zusammen mit dem Silcherchor Bernburg – an einem Konzert im Rahmen des Sängertages des damaligen Deutschen Sängerbundes.

45. Geburtstag des Chores 1996 mit dem Konzert in der Nordlandhalle: Ein voll besetztes Haus applaudierte einem bestens aufgelegten Chor, dem Orchester des Theaters Lüneburg und den Solisten der Staatsoper Hamburg.

Zum 50. Jubiläum 2001 besuchte uns der Meeskoor Gaudeamus aus Tartu. Hier galt es, den Aufenthalt der Gäste und Ihre Unterbringung zu organisieren, Höhepunkt war ein gemeinsames Konzert im Schützenhaus. 2003 reiste der Silcher-Chor zu einem Gegenbesuch nach Estland. Auch dies eine ganz besondere Verantwortung für den 1. Vorsitzenden und ein ganz besonderer Erfolg für den Chor.

Die Reihe der besonderen Ereignisse unter der Federführung von Karl-Heinz ließe sich fortsetzen – bis 2005.

Gesundheitlich nicht mehr ganz auf der Höhe legte Karl-Heinz sein Amt nieder, die dankbaren Silcheraner wählten ihn zu ihrem Ehrenvorsitzenden.

Zunächst noch als Sänger, später „aus der Ferne“ blieb er dem Chor verbunden.

Nun ist Karl-Heinz Jahnke im Alter von 84 Jahren gestorben.

Im seinem Sinne werden wir Silcheraner Frau Musica in Ehren halten.

Ulli Hess

Mai 2020: Etwas Derartiges hat sich ja niemand vorstellen können: Dass wir vollständig daran gehindert sein könnten, miteinander zu singen, und das über Monate hinweg, das stand wohl in keinem Chor-Drehbuch. Und das Unangenehmste: Gerade für Chöre gibt es bisher überhaupt keine Perspektive, wann sich die Situation bessern könnte….

Wir lassen uns aber nicht entmutigen. Vorbereitungen sind getroffen, dass wir auch kurz nach einer Freigabe wieder auftrittsfähig sein können – wir arbeiten daran. Und irgendwann kommt auch wieder der Tag, an dem wir vor das Publikum treten werden und uns freuen, Neues und Bekanntes vorzutragen. Hoffentlich schon an Weihnachten!

Aktualisierung Nov. 2020: Nun mussten wir auch die Vorbereitungen für Weihnachten wieder abbrechen, die wir so verheißungsvoll im Spätsommer gestartet hatten. Sehr bedauerlich! Hatten wir doch alle gehofft, dass sich die Situation nicht allzu sehr und allzu schnell verschlechtern würde. Also müssen wir uns wieder gedulden, bis die Infektionszahlen deutlich zurückgehen, und es ist anzunehmen, dass ein Rückgang trotz der erneuten Beschränkungen nur sehr langsam vonstatten gehen wird. Somit werden wohl die beiden Lieder, die wir bei der Beisetzung unseres ehemaligen Sangesbruders Adolf Fuhrhop gesungen haben, den einzigen öffentlichen Auftritt des Chors im Jahr 2020 dargestellt haben.

Lasst uns hoffen auf 2021, nach dem Motto: neues Jahr, neues Glück!

Der Lüneburger Silcher-Chor geht in das Jahr 2020 mit einer unveränderten Zahl von 29 aktiven Sängern, wie der 1. Vorsitzende Dr. Franz Peter Schmitz bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung feststellte. Fast alle Sänger waren zur Versammlung erschienen, bei der in allen zu wählenden Positionen die Amtsinhaber einstimmig wiedergewählt wurden.

Das Jahr 2019 war ein sehr aktives Chorjahr mit insgesamt 8 öffentlichen Auftritten, davon alleine vier mit dem „Ilmenauten“-Thema. Die Auftritte haben dem Chor viel Freude gemacht, und die Resonanz aus dem Publikum hat dem Chor neuen Schwung verliehen, den wir ins neue Jahr mitnehmen wollen.  Zur Zeit arbeitet der Chor an einem neuen Programm, von dem in diesem Jahr Teile bei diversen Gelegenheiten zu hören sein werden, z.B. anlässlich des Lüneburger Chorseptember. Außerdem beteiligt sich der Chor an einem Männerchorprojekt, bei dem drei weitere Chöre beteiligt sind, die aus den Kreis-Chorverbänden Rotenburg/Wümme und Harburg-Winsen stammen.

Lasst Euch überraschen, wann und wo Ihr den Silcher-Chor erleben könnt!

Das nächste große Konzert des Silcher-Chors ist für das Frühjahr 2021 geplant, wenn der Chor sein 75jähriges Bestehen feiern wird.

Musikalische Seereise der „Ilmenauten“ Das war spitze! Darüber waren sich alle einig, die an der musikalischen Reise der „Ilmenauten“ am 27. April in die Musikschule Lüneburg teilgenommen haben. Das un-ter […]

Nein, das ist nicht das „Reiz-Schema“ einer neuen Skat-Variante. Es ist lediglich der Titel eines Kurzberichts über die Jahre 2017 und 2018 im Lüneburger Silcher-Chor, in denen der Chor 66 bzw. 67 Jahre alt war.
In beiden Jahren waren wir „chorisch“ recht aktiv, auch wenn wir das für den Herbst 2018 vorgesehene Konzert auf das Frühjahr 2018 verschoben haben. Dass wir 2017 auf 66 Jahre Silcher-Chor zurückblicken konnten, haben wir für den Titel des Konzerts verwendet (Mit 66 Jahren…..) und auch das passende Lied von Udo Jürgens vorgetragen. Zudem haben wir musikalische einiges Neue versucht, was unterschiedlich gut gelang. Unser Auftritt in Bienenbüttel im Rahmen der Reihe „Musik im Kreis“ war rundum gut, und ebenso gut kam unser adventliches Konzert in Deutsch Evern an. Und danach haben wir, wie es inzwischen schon zur Tradition geworden ist, unser vorweihnachtliches Singen in der Pauluskirche veranstaltet, dieses Mal am Vorabend des 3. Advent.
Über die „Herbsttour mit Damen“ nach Hameln ist an dieser Stelle schon berichtet worden, und zudem hatte Sangesbruder Harry Soltwisch eine Frühlingsfahrt nach HH organisiert, die allseits sehr gelobt wurde.
2018 begann auftrittsmäßig im Juni mit der Teilnahme am Jubiläumskonzert des Gemischten Chors Reppenstedt. Für diesen Auftritt war die Chorleiterin Anka Fiedler verhindert, Ehrenchorleiter Egon Kretzer wollte uns vertretungsmäßig übernehmen und verletzte sich beim Tennis – und so sprang Kreis-Chorleiterin Monika Grade ein. Wir ahnten damals noch nicht, dass sie damit zwar zum ersten, aber beileibe nicht zum einzigen Mal den Silche-Chor leiten würde. Die Zusammenarbeit mit ihr klappte auf Anhieb, und so ernteten wir viel Applaus (auch wenn wir nur 17(!) Sänger auf die Bühne brachten!).
Ein Auftritt im August in der Kurhalle von Bad Bevensen stand unter keinem günstigen Stern. Die meisten Sänger gerieten bei der Anfahrt in einen Stau, und so entstand Hektik und Unruhe, die sich auf die Qualität des Auftritts ungünstig auswirkte.
Zweimal nahm der Chor beim „Lüneburger Chorseptember“ mit Auftritten teil: am 2. September auf der Bühne im Glockenhof, und am 15. September beim Konzert MAGNIFICAT in St. Michaelis.
Da einfach keine rechte Bindung zwischen Chorleitung und Chor aufkommen wollte, entschloss sich der Chor trotz einiger „Bauchschmerzen“, einen Wechsel in der Chorleitung durchzuführen. Monika Grade ist seit Mitte September die „Frau vorm Silcher-Chor“. Mit ihr veranstaltete der Chor am Samstag vor dem 4. Advent das Singen in der Paulus-Kirche.
3 ehemaligen Sängern sangen wir zum letzten Geleit: Willi Rieckmann, Horst Meyer und Georg Stockinger (2x von Egon Kretzer, 1x von Monika Grade dirigiert).
Eisbein gab es im Februar erstmal im Brauhaus Nolte, Grillen erstmals auf der Terrasse des „Vitallissimo“ (MTV-Vereinsheim), und die auf einen Tag geschrumpfte Herbsttour ging zu Airbus nach Finkenwerder und zum Kaffee ins Alte Land. Und wie jedes Jahr schloss die Weihnachtsfeier mit Grünkohl das Chorjahr ab.